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Fruchtfolge im Gemüsegarten: So planst du es einfach

Wer im Garten jedes Jahr dasselbe an derselben Stelle anbaut, merkt oft nach einiger Zeit: Die Ernte wird schwächer. Deshalb wechseln viele Gärtner die Plätze ihrer Kulturen. Das nennt sich Fruchtfolge und klingt komplizierter, als es ist. Mit einem einfachen Raster und wenigen Regeln bekommst du einen Plan hin, den du Jahr für Jahr weiterführen kannst.

Warum überhaupt wechseln?

Verschiedene Gemüse haben unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Manche entziehen viele Nährstoffe, andere nur wenig. Wer ständig dieselbe Pflanze an derselben Stelle zieht, beansprucht den Boden einseitig. Der Wechsel verteilt die Last. Dazu kommt: Verwandte Pflanzen haben oft ähnliche Ansprüche, deshalb setzt man sie nicht direkt nacheinander an denselben Platz.

Drei Gruppen merken

Eine bewährte Einteilung nach Nährstoffbedarf ist leicht zu merken. Starkzehrer brauchen viel, zum Beispiel Kohl, Kürbis, Zucchini und Tomaten. Mittelzehrer kommen mit weniger aus, etwa Möhren, Salat, Zwiebeln und Mangold. Schwachzehrer begnügen sich mit wenig: Kräuter, Bohnen, Erbsen. Gerade Bohnen und Erbsen stehen deshalb oft am Ende der Reihenfolge. Bei manchen Sorten gehen die Meinungen auseinander. Such im Zweifel auf der Saatgutpackung nach Angaben.

Der Vier-Jahres-Plan zum Abschreiben

Teile dein Beet oder Gartenstück gedanklich in vier Felder. Im ersten Jahr stehen auf Feld A die Starkzehrer, auf Feld B die Mittelzehrer, auf Feld C die Schwachzehrer, Feld D ruht oder bekommt eine Gründüngung. Im nächsten Jahr rückt alles ein Feld weiter. Nach vier Jahren ist der Kreis geschlossen. Für ein kleines Hochbeet funktioniert das Prinzip genauso: Du wechselst die Kulturen in den Teilflächen.

Fünf Praxistipps

  1. Zeichne dein Beet jedes Jahr neu auf und heft die Zeichnungen ab. Ohne Aufzeichnungen weißt du nach zwei Jahren nicht mehr, was wo stand.
  2. Beschrifte die Felder dauerhaft, zum Beispiel mit A bis D, damit du im Frühjahr nicht rätseln musst.
  3. Behalte die Pflanzenfamilien im Blick: Tomate, Kartoffel und Paprika sind verwandt, ebenso Kohl, Rettich und Radieschen. Setze sie nicht direkt hintereinander an dieselbe Stelle.
  4. Nutze Zwischenkulturen, zum Beispiel schnellen Salat oder Radieschen, wenn Platz frei wird.
  5. Bleib flexibel: Fällt eine Kultur aus, plane die Lücke neu, statt den Plan zu erzwingen.

Auch kleine Gärten können wechseln

Auf dem Balkon oder in einem kleinen Beet ist die Planung schwieriger, weil wenig Platz da ist. Dann hilft es, Töpfe und Kästen zu tauschen und frische Erde zu verwenden, wenn dieselbe Pflanze nachfolgt. Die Idee bleibt: nicht jedes Jahr dasselbe am selben Ort.

Ein Beispiel für ein kleines Hochbeet

Nimm ein Hochbeet mit zwei Hälften. Im ersten Jahr stehen links Zucchini und Tomaten, rechts Salat und Möhren. Im zweiten Jahr tauschst du: Links kommt, was weniger Nährstoffe braucht, rechts folgen die kräftigeren Pflanzen, dazu etwas frischer Kompost. Im dritten Jahr rückst du erneut weiter. So hast du auch ohne großes Grundstück einen Rhythmus, den du dir leicht merken kannst. Pflanze nur, was du wirklich essen möchtest, damit nichts im Beet bleibt, das keiner mag.

Passend dazu

Der Fruchtfolge-Planer für 4 Jahre ist eine Offline-Web-App, in der du bis zu acht Beete über vier Jahre planst. Er arbeitet mit Pflanzenfamilien und Nährstoffbedarf. Wenn du lieber auf Papier planst, enthält der Gartenjahr-Planer unter anderem eine Fruchtfolge-Übersicht für vier Jahre, eine Mischkultur-Übersicht und Rasterbögen zum Ausdrucken. Für den Einstieg reicht aber schon ein Blatt Papier.

Alle Planungshilfen im Überblick findest du auf der Startseite von Beetplan.

Allgemeine Informationen.

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